Die HQ Symphony Beach 1.7 war eine kompakte Zweileiner-Lenkmatte für unkomplizierte Flugtage. Im damaligen Praxistest überzeugte sie vor allem bei mäßigem Wind mit direkter Lenkung, lebhaftem Tempo und überschaubarer Zugkraft. Der kleine Schirm ließ sich schnell aufbauen und passte samt Leinen in eine einfache Tasche.
Der Test bezieht sich auf die frühere Beach 1.7 und auf die damals mitgelieferte Ausstattung. Aktuelle Nachfolger und gebrauchte Sets können abweichen. Entscheidend ist daher der tatsächliche Zustand von Tuch, Waage, Leinen und Schlaufen.
Einordnung der Beach 1.7
Die 1.7 gehörte zur alltagstauglichen Beach-Reihe. Als Zweileiner wird sie über zwei gleich lange Steuerleinen gelenkt. Ein Zug an der rechten Leine dreht den Schirm nach rechts, ein Zug links entsprechend nach links.
Ihre kompakte Größe begrenzt den Platzbedarf gegenüber großen Zugmatten. Sie bleibt bei stärkerem Wind dennoch schnell. Einsteiger profitieren deshalb von einer freien Fläche und beginnen im unteren nutzbaren Windbereich.
Der heutige Beitrag HQ Symphony Beach III 1.3 im Test zeigt eine noch kleinere Ausführung. Die Beach III 2.2 bietet mehr Fläche und entwickelt entsprechend mehr Zug.
Lieferumfang des damaligen Testsets
Zum alten Set gehörten rote und blaue Handschlaufen, zwei Flugleinen, ein Kunststoffwinder, eine rechteckige Tasche und eine auf Karton gedruckte Kurzanleitung. Die Leinen wurden im Test mit 25 Metern Länge und 70 Kilopond Bruchlast beschrieben.
Die Tasche besaß einen Klettverschluss und eine rückseitige Schlaufe. Sie erfüllte ihren Zweck, bot aber wenig Organisation. Für einen schnellen Aufbau ist wichtiger, dass Leinen trocken, ohne Verdrehung und sauber auf dem Winder liegen.
Bei einem gebrauchten Set werden Leinen und Schlaufen vollständig abgewickelt. Knoten, Scheuerstellen, harte Knicke und unterschiedlich lange Enden fallen sonst erst beim Start auf.
Verarbeitung von Tuch und Waage
Die Waage verbindet die beiden Steuerleinen mit mehreren Punkten am Schirm. Beim Testmodell bestand sie aus geknüpften Leinen. Diese Konstruktion funktioniert, wenn Knoten, Längen und Anknüpfpunkte intakt sind.
Kontrolliere alle Waageleinen von der Schlaufe bis zur Kappe. Aufgeraute Fasern, verschobene Knoten oder unterschiedliche Seiten verändern das Flugverhalten. Eine verstimmte Waage wird nach Referenzmaßen korrigiert und nicht nach Gefühl verkürzt.
Das Tuch wird gegen Licht gehalten. Kleine Löcher, offene Nähte und beschädigte Zellöffnungen müssen vor dem Flug bewertet werden. Sand und Salz werden trocken entfernt, bevor die Matte eingepackt wird.
Leinen richtig anbringen
Lege die Matte mit den Öffnungen vom Wind weg auf den Boden und sichere sie mit etwas geeignetem Ballast auf der Hinterkante. Rolle beide Leinen gemeinsam in Windrichtung ab. So bleiben Länge und Drehungen kontrollierbar.
Rot und Blau helfen bei der Zuordnung. Beide Leinen werden mit derselben Knotenart an den Waageschlaufen befestigt, häufig per Buchtknoten. Die Verbindung wird unter geringer Spannung geprüft.
Der Beitrag Buchtknoten-Anleitung zeigt den grundlegenden Anknüpfknoten. Wer Leinen nach dem Flug ordentlich verstaut, findet im Ratgeber zum Aufwickeln der Drachenleine einen klaren Ablauf.
Startplatz und Sicherheitsbereich
Vor, neben und hinter der fliegenden Person bleibt ein großer freier Bereich. Straßen, Stromleitungen, Bahntrassen, Gebäude, Menschen und Tiere gehören nicht in Flug- oder Absturzraum. Örtliche Regeln und Schutzgebiete werden beachtet.
Eine kleine Zweileiner-Matte kann bei Böen unerwartet beschleunigen. Kinder fliegen nur mit passender Aufsicht und Ausrüstung. Bei Gewitter, stark böigem Wind oder Kontrollverlust wird nicht gestartet.
Die Matte wird mit Wind im Rücken ausgelegt. Ein Helfer kann sie an den Spitzen halten und erst auf ein klares Signal freigeben. Allein lässt sie sich über die gefüllte Anströmkante aus dem unteren Windfenster starten.
Flugverhalten bei leichtem Wind
Im damaligen Test wollte die Beach 1.7 bei sehr schwachem Wind kaum stabil fliegen. Als grober Erfahrungswert wurden etwa acht Kilometer pro Stunde als Untergrenze genannt. Böiger Binnenlandwind kann trotz gleicher Messzahl schwieriger sein als gleichmäßiger Küstenwind.
Bei wenig Wind hilft saubere Technik: Die Matte wird in der zugkräftigeren Mitte des Windfensters gestartet, und die fliegende Person geht bei Bedarf einige Schritte rückwärts. Ruckartige Züge erzeugen nur kurzfristig Druck und können die Strömung abreißen lassen.
Sinkt die Matte, werden beide Leinen gleichmäßig gespannt. Große hektische Lenkbewegungen kosten Höhe. Ein kontrollierter Kreis in der Windfenstermitte baut eher Geschwindigkeit auf.
Der beste Bereich im damaligen Test
Zwischen ungefähr zwei und drei Beaufort zeigte sich die 1.7 gutmütig und direkt. Sie reagierte klar auf Steuerimpulse und entwickelte noch eine überschaubare Zugkraft. Dieser Bereich eignete sich im Test gut zum Kennenlernen von Windfenster und Kurven.
Bei drei bis vier Beaufort wurde die Matte deutlich schneller und drehfreudiger. Genau hier lag der größte Spaßfaktor für den damaligen Tester. Die Bewegungen mussten kleiner und vorausschauender werden.
Eine Beaufort-Angabe ersetzt die Beobachtung vor Ort nicht. Böen, Windrichtung, Gelände und Körpergewicht verändern die Belastung. Bei zunehmendem Zug wird die Matte am Rand des Windfensters geparkt und sicher gelandet.
Oberhalb des getesteten Bereichs
Der alte Test enthielt keine praktische Erprobung oberhalb von vier Beaufort. Die damaligen 70-kp-Leinen wirkten dafür wenig vertrauenerweckend. Aus dieser Unsicherheit folgt keine Empfehlung für stärkeren Wind.
Leinen werden nicht allein nach einer hohen Bruchlast ausgewählt. Knoten, Alter, Scheuerstellen und dynamische Lasten verringern Reserven. Außerdem kann ein stärkeres Leinenset den Piloten oder die Waage zum schwächsten Teil machen.
Wer bei kräftigem Wind fliegen möchte, nutzt ein dafür freigegebenes Modell und beginnt mit professioneller Einweisung oder erfahrener Begleitung.
Kurven und erste Figuren
Eine Kurve beginnt mit einem kleinen Zug auf einer Seite. Sobald die Matte die gewünschte Richtung erreicht, werden beide Hände wieder ausgeglichen. Bleibt der Zug stehen, fliegt sie weiter in einen engen Kreis.
Achten und große Kreise eignen sich für die ersten Übungen. Sie zeigen, wie schnell die Matte in der Windfenstermitte wird und wie wenig Zug am Rand entsteht. Loopings werden erst geübt, wenn Leinen frei sind und das Aufdrehen verstanden wurde.
Zum Landen fliegt die 1.7 langsam an den seitlichen Fensterrand und wird dort bis zum Boden geführt. Eine kontrollierte Landung schont Tuch und Waage.
Aufwickeln ohne Leinenchaos
Nach der Landung werden beide Leinen gemeinsam und mit gleichmäßiger Spannung auf den Winder gelegt. Eine Achtwicklung verringert Drall. Die letzten Meter bleiben getrennt erkennbar, damit Rot und Blau beim nächsten Aufbau stimmen.
Nasse Leinen trocknen vollständig. Die Matte wird ausgeschüttelt und locker gepackt. Feuchtes Tuch in einer geschlossenen Tasche entwickelt Geruch und kann Beschichtung oder Nähte belasten.
Gebrauchte Beach 1.7 prüfen
Ein vollständiges Gebrauchtset enthält Matte, zwei gleich lange Flugleinen, zwei Schlaufen und einen Winder. Tasche und alte Anleitung sind praktisch, für die Flugfähigkeit aber weniger wichtig als Tuch und Waage.
Bitte den Verkäufer um Fotos gegen das Licht und Nahaufnahmen aller Waagepunkte. Verfärbungen allein können harmlos sein, offene Nähte und spröde Beschichtung verdienen dagegen genaue Prüfung. Stark nach Keller riechendes oder feucht gelagertes Material wird kritisch betrachtet.
Rolle beide Leinen vollständig ab und vergleiche sie unter geringer Spannung. Mehrere feste Knoten außerhalb der vorgesehenen Endschlaufen verkürzen eine Seite und schwächen die Faser. Ein unbekanntes, stark gealtertes Leinenset wird passend ersetzt.
Geradeausflug und Leinenlänge kontrollieren
Zieht die Matte bei gleichmäßiger Handstellung dauerhaft zu einer Seite, wird zuerst die Leinenlänge geprüft. Danach folgen Waage, Knoten und symmetrische Tuchform. Ständiges Gegenlenken kaschiert den Fehler nur.
Die Endschlaufen lassen sich mit klar markierten, gleichen Knoten fein ausgleichen, sofern die ursprüngliche Konstruktion das zulässt. Änderungen werden dokumentiert und nach jedem Schritt bei wenig Wind getestet.
Einseitiges Einklappen kann auch durch böigen Wind entstehen. Deshalb wird die Diagnose auf einer freien Fläche bei möglichst gleichmäßiger Strömung wiederholt.
Fazit
Die HQ Symphony Beach 1.7 war im damaligen Test eine kleine, schnelle und preislich zugängliche Zweileiner-Matte. Unter sehr leichtem Wind fehlte ihr Druck, zwischen zwei und drei Beaufort flog sie angenehm kontrollierbar, und bei drei bis vier Beaufort wurde sie deutlich lebhafter. 25-Meter-Leinen, Handschlaufen, Winder und Tasche bildeten ein vollständiges Set. Für einen heutigen Einsatz zählen vor allem intakte Waageleinen, unbeschädigtes Tuch, sichere Leinen und eine freie Fläche. Als kompakte Spaßmatte bleibt die 1.7 interessant, wenn Wind und Erfahrung zusammenpassen.