Der HP Laser MFP 137fwg ist ein kompakter Schwarzweiß-Laser-Multifunktionsdrucker für Textdokumente. Er druckt, kopiert und scannt, besitzt ein Flachbett sowie einen automatischen Dokumenteneinzug. Für kleine Büros und das Homeoffice klingt diese Ausstattung praktisch. Vor einem Gebrauchtkauf verdienen jedoch Treiber, Anschlüsse, Tonerkosten und manueller Duplexdruck besondere Aufmerksamkeit.

Dieser HP-Laser-MFP-137fwg-Test verbindet die erhaltene Produktdokumentation mit einem nachvollziehbaren Prüfablauf. Das Modell ist kein Farbdrucker. Fotos und farbige Grafiken werden in Graustufen ausgegeben.

Technische Einordnung

HP nennt für die europäische A4-Ausführung bis zu 20 Schwarzweißseiten pro Minute und eine erste Seite nach ungefähr 8,3 Sekunden aus betriebsbereitem Zustand. Das Papierfach fasst 150 Blatt, die Ausgabe 100 Blatt. Der automatische Dokumenteneinzug nimmt bis zu 40 Blätter auf.

Die beste angegebene Druckauflösung liegt bei bis zu 1.200 × 1.200 dpi. Der Flachbettscanner arbeitet optisch mit bis zu 600 × 600 dpi. Unterstützt werden gängige Papiergrößen bis A4 sowie verschiedene Grammaturen. Der beidseitige Druck erfolgt manuell mit Unterstützung des Treibers.

HP-Supportseiten zeigen bei der Funkangabe für regionale Varianten teilweise widersprüchliche Informationen. Verlasse dich deshalb nicht allein auf die Buchstaben im Modellnamen. Prüfe Typenschild, gedruckte Konfigurationsseite und vorhandene Netzwerkmenüs am konkreten Gerät.

Für wen passt der Drucker?

Das Gerät passt zu Haushalten und kleinen Büros, die überwiegend Rechnungen, Briefe, Formulare und Versandunterlagen in Schwarzweiß drucken. Der ADF erleichtert mehrseitige Kopien und Scans. Das kompakte Papierfach genügt bei einem überschaubaren monatlichen Volumen.

Weniger passend ist der 137fwg für regelmäßigen Farbdruck, automatischen Duplexbetrieb oder große Arbeitsgruppen. Wer täglich lange Dokumente beidseitig druckt, spart mit einem Modell samt Duplexeinheit Zeit. Für hochwertige Fotos ist ein Schwarzweiß-Laser grundsätzlich die falsche Gerätekategorie.

HP nennt ein empfohlenes monatliches Druckvolumen von 100 bis 2.000 Seiten. Die maximale monatliche Belastungsangabe von bis zu 10.000 Seiten ist keine Empfehlung für den Dauerbetrieb. Plane nach dem normalen Volumen, nicht nach der theoretischen Obergrenze.

Gerät vor dem Einschalten prüfen

Kontrolliere Gehäuse, Papierfach, Ausgabeklappe, Scannerdeckel und ADF. Alle Scharniere sollen leicht laufen und sauber schließen. Tonerstaub im gesamten Innenraum, gebrochene Führungen oder stark vergilbte Walzen sind Warnzeichen.

Entferne die Tonerkartusche nach Anleitung und prüfe sie auf Leckage. Berühre Bildtrommel oder empfindliche Flächen nicht. Schüttle eine unbekannte Kartusche nicht im Raum. Setze sie korrekt ein und kontrolliere, ob alle Transportsicherungen entfernt sind.

Beim Gebrauchtgerät lässt du eine Konfigurations- oder Verbrauchsseite drucken. Sie zeigt Zähler, Gerätestatus und je nach Firmware Anschlüsse. Ein niedriger Kaufpreis ist wenig wert, wenn Toner, Einzug oder Fixiereinheit unmittelbar Probleme verursachen.

Druckbild testen

Erstelle eine Testseite mit kleinem Text, fetter Überschrift, dünnen Linien, grauer Fläche und schwarzem Balken. Drucke mindestens fünf Kopien hintereinander. Die Schrift soll scharf, der Grauton gleichmäßig und der schwarze Bereich ohne helle Streifen sein.

Wiederkehrende Punkte oder Linien in gleichem Abstand deuten auf eine verschmutzte oder beschädigte rotierende Komponente hin. Grauer Hintergrund kann von Toner, Kartusche oder Geräteeinstellung kommen. Ein schiefes Bild weist auf Papierführung oder Einzug hin.

Reibe nach dem Abkühlen leicht über eine schwarze Fläche. Toner darf nicht großflächig abwischen. Löst er sich, kann Papier ungeeignet sein oder die Fixierung arbeitet nicht korrekt. Wiederhole den Test mit normalem, trockenem Kopierpapier.

Geschwindigkeit realistisch messen

Die Herstellerangabe beschreibt eine Standardsituation. Im Alltag verlängern Aufwärmzeit, Datenübertragung, komplexe PDFs und hohe Auflösung den Auftrag. Miss getrennt die Zeit bis zur ersten Seite und die Zeit für zwanzig einfache Textseiten.

Beobachte Papiertransport und Geräusch. Der Drucker soll gleichmäßig einziehen und keine Pausen mit Fehlermeldungen erzeugen. Ein einzelner Testdruck reicht nicht, um Einzugsprobleme zu erkennen.

Für ein kleines Büro ist die erste Seite oft wichtiger als die maximale Seriengeschwindigkeit. Wer nur wenige Seiten pro Auftrag druckt, wartet hauptsächlich auf Aufbereitung und Start.

Manueller Duplexdruck

Der HP Laser MFP 137fwg besitzt keinen automatischen Duplexer. Der Treiber unterstützt den manuellen beidseitigen Druck. Nach der ersten Seitengruppe wird der Stapel entsprechend der Bildschirmdarstellung gedreht und erneut eingelegt.

Teste das Verfahren mit vier nummerierten Seiten. Markiere die Oberkante eines Blattes mit Bleistift, damit die richtige Orientierung sichtbar bleibt. Erst wenn Vorder- und Rückseite korrekt stehen, druckst du längere Dokumente.

Manueller Duplexdruck spart Papier, verlangt aber Aufmerksamkeit. Für Verträge oder große Skripte kann ein aktueller Drucker mit automatischer Duplexeinheit die bessere Wahl sein.

Flachbettscanner prüfen

Reinige Vorlagenglas und weiße Abdeckung mit einem geeigneten weichen Tuch. Lege eine Seite mit feinem Text, Foto und geraden Linien auf. Scanne bei 300 dpi für normale Dokumente und bei 600 dpi für kleine Details.

Kontrolliere Schärfe, gerade Ausrichtung und gleichmäßigen Hintergrund. Ein durchgehender Streifen kann von Schmutz auf dem Glas oder dem separaten ADF-Scanstreifen stammen. Reinige zuerst, bevor du einen technischen Defekt annimmst.

Speichere eine Datei als PDF und eine als Bild. Prüfe, ob die mitgelieferte oder aktuelle Software unter deinem Betriebssystem funktioniert. Der Scanner-Test erklärt Auflösung, Vorlagenglas und Dateiformate ausführlicher.

Dokumenteneinzug mit 40 Blatt

Der ADF ist für mehrseitige Dokumente gedacht. Beginne mit fünf glatten, unbeschädigten Blättern. Stelle die Seitenführungen eng, ohne das Papier zu klemmen. Scanne danach zehn und schließlich einen größeren Stapel.

Eselsohren, Heftklammern, Klebezettel und stark gewelltes Papier gehören nicht in den Einzug. Empfindliche Originale kommen auf das Flachbett. Der ADF unterstützt laut HP Papier in einem begrenzten Grammaturbereich; sehr dicke Karten werden nicht erzwungen.

Prüfe, ob Seiten doppelt eingezogen oder übersprungen werden. Reinige Rollen nur nach Anleitung. Glatte, verhärtete Rollen können bei einem alten Gerät ersetzt werden müssen.

Kopierfunktion

Kopiere dieselbe Textseite einmal vom Flachbett und einmal über den ADF. Vergleiche Ränder, Schwärzung und Schärfe. Die Kopie darf wichtige Randbereiche nicht abschneiden. Passe Papierformat und Vergrößerung im Menü an.

Mehrfachkopien zeigen, ob Bedienfeld und Zähler zuverlässig reagieren. Das zweizeilige Display ist funktional, aber weniger komfortabel als ein großes Touchdisplay. Prüfe alle Tasten, besonders Start, Stopp und Navigation.

Anschlüsse und Treiber

Identifiziere das exakte Gerät über Typenschild und Seriennummer. Drucke eine Konfigurationsseite und prüfe USB, Netzwerkbuchse sowie angezeigte Funkoptionen. Regionale Supportdaten sind bei diesem Modell nicht durchgehend eindeutig.

Installiere den aktuellen passenden Treiber für dein Betriebssystem. Ein erfolgreicher einfacher Ausdruck beweist noch nicht, dass Scan, ADF und manuelles Duplex korrekt eingerichtet sind. Teste jede Funktion vom vorgesehenen Computer.

Bei einem gemeinsam genutzten Gerät ist eine stabile Netzwerkanbindung wichtiger als eine theoretische Mobilfunktion. Prüfe, ob der Drucker nach einem Neustart wieder erreichbar ist und eine feste Zuordnung im Router erhalten kann.

Toner und Folgekosten

Vergleiche den Preis der passenden Originalkartusche und seriöser Alternativen. Teile den Preis durch die angegebene Reichweite und rechne die Kosten pro Seite. Deckungsgrad, Grafiken und Reinigungszyklen beeinflussen die reale Reichweite.

Eine Starterkartusche kann deutlich weniger Inhalt besitzen als eine reguläre Ersatzkartusche. Frage beim Gebrauchtkauf nach dem aktuellen Füllstand, aber betrachte eine Softwareanzeige nur als Schätzung. Ein gleichmäßiges Druckbild ist aussagekräftiger.

Der Refill-Toner-Test erklärt Unterschiede bei Kartusche, Chip und Nachfüllangeboten. Tonerstaub wird nicht offen umgefüllt oder mit Druckluft verteilt.

Geräusch und Standplatz

Stelle den Drucker auf eine feste, ebene Fläche mit Platz für Papierfach, Ausgabe und geöffneten Scannerdeckel. Drucke einen längeren Auftrag und achte auf Vibrationen, Lüftergeräusch und ungewöhnliches Schleifen. Freie Lüftungsöffnungen und ein erreichbarer Netzschalter erleichtern den sicheren Alltag.

Fazit

Der HP Laser MFP 137fwg ist ein brauchbarer kompakter Schwarzweiß-Allrounder für Text, Kopien und mehrseitige Scans. Bis zu 20 A4-Seiten pro Minute, 150-Blatt-Fach und 40-Blatt-ADF passen zu einem kleinen Büro. Manueller Duplexdruck und die genaue Anschlussausstattung verlangen vor dem Kauf einen realen Test.

Prüfe Druckbild, Zähler, Toner, Scanner, ADF und Treiber am konkreten Gerät. Ein gut erhaltenes Exemplar kann sinnvoll sein, wenn Farbdruck und automatischer Duplex keine Pflicht sind.

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