Ein Laserdrucker eignet sich besonders für regelmäßige Textdrucke, klare Geschäftsdokumente und längere Standzeiten. Toner trocknet nicht ein, Ausdrucke sind schnell verfügbar und kleine Schriften bleiben sauber. Vor dem Kauf zählen jedoch mehr als Seiten pro Minute: Tonerpreis, Trommel, Duplex, WLAN, Papierweg und Scanbedarf entscheiden über die echten Kosten.

Dieser Laserdrucker-Test erklärt die Auswahl und ordnet den früher auf Nanokultur getesteten HP Laser MFP 137fwg ein. Das Bestandsbild zeigt genau dieses damalige Multifunktionsgerät.

Laser oder Tinte?

Laserdrucker bringen Tonerpulver über eine Bildtrommel auf das Papier und fixieren es mit Wärme. Das Verfahren liefert scharfen Text und eignet sich für Büros, Homeoffice und Haushalte mit unregelmäßigem Druckbedarf. Lange Pausen führen nicht zu eingetrockneten Düsen.

Tintenstrahldrucker spielen ihre Stärke bei Fotos, randlosen Farbdrucken und vielseitigen Medien aus. Ein guter Tintentankdrucker kann außerdem sehr niedrige Seitenkosten erreichen. Wer fast nur Rechnungen, Versandetiketten und Unterlagen in Schwarzweiß druckt, profitiert häufig von einem Monolaser.

Der Multifunktionsdrucker-Test vergleicht Tinte und Laser ausführlicher. Für die Auswahl solltest du zuerst dein monatliches Druckvolumen und die benötigten Funktionen notieren.

Druckkosten richtig rechnen

Der Kaufpreis ist nur der Anfang. Teile den Preis einer Tonerkartusche durch ihre angegebene Reichweite. So erhältst du einen groben Preis pro Seite. Die Herstellerreichweite basiert auf einer festgelegten Seitendeckung; große schwarze Flächen und Grafiken verbrauchen mehr Toner.

Beziehe Trommel, Resttonerbehälter und weitere Verschleißteile ein, sofern sie separat gewechselt werden. Manche Geräte kombinieren Toner und Trommel in einer Kartusche. Das ist bequem, kann aber höhere Folgekosten verursachen. Bei getrennten Komponenten wird nur das verbrauchte Teil ersetzt.

Ein Beispiel: Kostet der Toner 60 Euro und reicht unter Normbedingungen für 1.500 Seiten, entstehen vier Cent Tonerkosten pro Seite. Papier und Strom kommen hinzu. Eine günstigere Kartusche mit unsicherer Reichweite ist erst nach mehreren vollständigen Zyklen fair vergleichbar.

Hinweise zu kompatiblen Kartuschen und möglichen Risiken findest du im Refill-Toner-Test.

Das monatliche Volumen entscheidet

Hersteller nennen häufig eine maximale monatliche Belastung und ein empfohlenes Druckvolumen. Für den Alltag ist der empfohlene Bereich aussagekräftiger. Ein Gerät, das ständig am oberen Limit läuft, benötigt häufiger Verbrauchsmaterial und kann stärker verschleißen.

Zähle einen typischen Monat: Rechnungen, Arbeitsblätter, Retourenscheine und längere Dokumente. Berücksichtige saisonale Spitzen. Für 100 Seiten im Monat genügt ein kompaktes Einstiegsmodell. Mehrere tausend Seiten verlangen einen größeren Papiervorrat, langlebige Komponenten und günstigere Toner mit hoher Reichweite.

Duplexdruck spart Papier

Automatischer Duplexdruck zieht das Blatt nach der ersten Seite erneut ein und bedruckt die Rückseite. Das spart Papier und Handgriffe. Manche günstigen Laserdrucker unterstützen nur manuellen Duplexdruck. Der Treiber fordert dann zum Wenden und erneuten Einlegen des Stapels auf.

Prüfe die Produktangabe genau. Begriffe wie Duplex-Unterstützung bedeuten nicht immer eine eingebaute Duplexeinheit. Wer häufig Verträge oder Skripte druckt, sollte automatischen Duplexdruck ausdrücklich verlangen.

Beim Test zählen saubere Reihenfolge, korrekte Ausrichtung und ein Papierweg, der auch nach mehreren beidseitigen Seiten zuverlässig arbeitet. Dünnes Papier kann sich durch die Fixierwärme stärker wellen.

WLAN, LAN und USB

USB verbindet einen einzelnen Rechner zuverlässig. WLAN erlaubt das Drucken von mehreren Geräten und mobilen Apps. Für einen festen Arbeitsplatz ist LAN oft stabiler, besonders in Büros mit vielen Funknetzen.

Kontrolliere die genaue Modellendung. Hersteller bieten äußerlich ähnliche Varianten mit unterschiedlicher Netzwerk- und Faxausstattung an. Beim historischen HP Laser MFP 137fwg weisen aktuelle Supportseiten je nach Region teilweise widersprüchliche Angaben zur Funkfunktion aus. Für ein gebrauchtes Gerät sind daher Typenschild, gedruckte Konfigurationsseite und das konkrete Handbuch wichtiger als ein Händlertext.

Ein guter Netzwerktest umfasst Windows, macOS sowie ein Smartphone. Das Gerät sollte nach dem Energiesparmodus schnell erreichbar sein. Für sensible Dokumente werden Firmware, Router und Zugriffsrechte aktuell gehalten.

Scanner und Dokumenteneinzug

Ein Multifunktionsgerät spart Platz, wenn regelmäßig kopiert und gescannt wird. Ein Flachbett eignet sich für Ausweise, Bücher und einzelne Belege. Der automatische Dokumenteneinzug, kurz ADF, verarbeitet mehrere lose Seiten nacheinander.

Prüfe, ob der ADF beidseitig scannt oder nur eine Seite erfasst. In günstigen Geräten fehlt häufig der Duplexscan. Für gelegentliche Rechnungen genügt das, bei umfangreichen Akten entsteht viel Handarbeit.

Die Scanqualität wird mit kleiner Schrift, Graustufen und einem farbigen Dokument geprüft. Wichtig sind gerade Einzüge, lesbare Schattenbereiche und eine Software, die mehrseitige PDF-Dateien ohne Umwege speichert.

Papierfach und Medien

Ein geschlossenes Papierfach schützt Blätter vor Staub und spart tägliches Nachlegen. Die Kapazität sollte mindestens zum normalen Wochenbedarf passen. Ein separater Einzelblatteinzug erleichtert Umschläge oder stärkeres Papier.

Beachte die unterstützten Papiergewichte. Etiketten, Folien und beschichtete Medien müssen ausdrücklich für Laserdrucker und die Fixiertemperatur geeignet sein. Ungeeignetes Material kann sich lösen, schmelzen oder den Papierweg verschmutzen.

Für den Praxistest druckst du zehn normale Seiten, einen Umschlag und mehrere beidseitige Blätter. Achte auf schiefen Einzug, Doppelblätter, Wellen und leicht verschmierbaren Toner.

HP Laser MFP 137fwg im damaligen Test

Der HP Laser MFP 137fwg ist ein kompakter Schwarzweiß-Multifunktionsdrucker. HP nennt für die Baureihe Drucken, Kopieren und Scannen, bis zu 20 A4-Seiten pro Minute, ein 150-Blatt-Papierfach und einen automatischen Dokumenteneinzug für 40 Blatt. Die erste Seite soll aus betriebsbereitem Zustand nach rund 8,3 Sekunden ausgegeben werden.

Das Gerät löst laut Hersteller mit bis zu 1.200 × 1.200 dpi auf. Der empfohlene monatliche Bereich liegt bei 100 bis 2.000 Seiten. Duplex erfolgt bei dieser Ausführung manuell über den Treiber. Das passt zu einem kleinen Arbeitsplatz, an dem vor allem Text und einzelne Dokumentstapel verarbeitet werden.

Die klare Grenze ist der Schwarzweißdruck. Fotos, Präsentationen und farbige Markierungen bleiben außen vor. Wer häufig lange Dokumente beidseitig druckt, sollte ein Modell mit automatischem Duplex wählen. Für gebrauchte Geräte werden Seitenzähler, verbleibender Toner, Einzugsrollen und Scanmechanik geprüft.

Druckqualität testen

Eine brauchbare Testseite enthält kleine Schrift, dünne Linien, eine Graufläche und einen großen schwarzen Bereich. Buchstaben müssen geschlossen und scharf wirken. Wiederkehrende Punkte oder Streifen deuten häufig auf Trommel, Toner oder Verschmutzung hin.

Drucke dieselbe Seite nach dem Aufwärmen mehrfach. Blasser werdende Flächen können auf ungleichmäßigen Tonertransport hinweisen. Bei gebrauchten Geräten lohnt ein Blick in das Ereignisprotokoll und auf die bisherige Seitenzahl.

Der Geräuschpegel wird beim Start, während des Drucks und im Bereitschaftsmodus beurteilt. Ein Arbeitsplatzdrucker sollte nach dem Auftrag zügig wieder ruhig werden und sich nicht ständig hörbar kalibrieren.

Originaltoner oder kompatible Kartusche?

Originaltoner bietet die klarste Zuordnung zu Gerät, Firmware und Reichweitenangabe. Kompatible Kartuschen können günstiger sein, unterscheiden sich aber bei Chip, Pulver, Dichtung und Qualitätskontrolle. Probleme zeigen sich als Streifen, Hintergrundschleier, auslaufender Toner oder falsche Füllstandsanzeige.

Wer kompatiblen Toner nutzt, dokumentiert Marke, Einbaudatum und erreichte Seitenzahl. Änderungen an der Firmware können die Erkennung beeinflussen. Geschäftskritische Drucker benötigen eine verlässliche Ersatzkartusche, bevor der laufende Toner leer ist.

Strom, Standby und Aufstellort

Die Fixiereinheit benötigt beim Aufheizen deutlich mehr Leistung als im Bereitschaftsmodus. Für die Jahreskosten zählen deshalb Nutzungsmuster, Energiesparzeit und die Häufigkeit kurzer Einzelaufträge. Ein Gerät, das nach jedem Blatt vollständig neu aufheizt, kann im Alltag langsamer wirken als der Prospektwert vermuten lässt.

Stelle den Drucker auf eine feste, ebene Fläche mit ausreichend Abstand für Lüftung, Papierfach und geöffnete Klappen. Toner und Papier reagieren auf Feuchtigkeit und starke Temperaturschwankungen. Ein Platz direkt an Heizung, sonnigem Fenster oder feuchter Kellerwand ist ungeeignet.

Lasergeräte geben beim Betrieb Wärme ab und bewegen Luft durch das Gehäuse. Lüftungsschlitze bleiben frei. Beim Wechsel der Kartusche wird verschütteter Toner nicht mit heißem Wasser behandelt; die Herstelleranleitung beschreibt Reinigung und Entsorgung für das jeweilige Modell.

Treiber und Betriebssystem prüfen

Vor dem Kauf eines älteren oder gebrauchten Geräts kontrollierst du die aktuelle Treiberunterstützung. Grundlegendes Drucken kann über Standards funktionieren, während Scan, Fax, Füllstandsanzeige oder Sonderformate eine Herstellersoftware benötigen.

Teste besonders macOS- oder Windows-Versionen, die im Haushalt tatsächlich laufen. Im Netzwerk sollte der Drucker eine feste Zuordnung erhalten, damit er nach Routerneustarts erreichbar bleibt. Zugangsdaten und Administrationsoberfläche werden nach der Einrichtung geschützt.

Kaufcheck in zehn Minuten

Notiere Schwarzweiß oder Farbe, Seiten pro Monat, automatischen Duplexbedarf, Netzwerkanschluss, Scanvolumen und gewünschtes Papierfach. Suche danach gezielt in dieser Geräteklasse. Vergleiche erst anschließend Kaufpreis und Tonerkosten.

Bei einem gebrauchten Laserdrucker lässt du eine interne Statusseite, eine Textseite und einen Scan erstellen. Prüfe alle Tasten, Klappen, Einzüge und Anschlüsse. Ein sehr günstiges Gerät mit leerem Toner und verschlissener Trommel kann teurer werden als ein geprüftes neueres Modell.

Fazit

Ein guter Laserdrucker passt zum Druckvolumen und macht die Folgekosten transparent. Automatischer Duplexdruck, WLAN oder LAN und ein ADF sind keine Nebensachen, sondern bestimmen den täglichen Aufwand.

Der HP Laser MFP 137fwg bleibt als kompakter historischer Schwarzweiß-Allrounder interessant. Sein manueller Duplexdruck und die genaue Anschlussausstattung müssen zum Einsatz passen. Rechne Toner und Verschleißteile vor dem Kauf durch und prüfe bei gebrauchten Geräten Druckbild, Zähler und Einzug.

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